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Wissen · Reinheit

Salz ohne Mikroplastik

Wer nach mikroplastikfreiem Salz sucht, findet vor allem Werbeversprechen. Dieser Text erklärt, wie Kunststoff überhaupt ins Salz gelangt, welche Salzarten betroffen sind – und woran man ein Salz erkennt, bei dem das technisch gar nicht passieren kann.

Wie Mikroplastik ins Salz kommt

Mikroplastik sind Kunststoffpartikel unter fünf Millimetern. Sie entstehen, wenn größere Plastikteile zerfallen, wenn Reifenabrieb von der Straße gespült wird, wenn Kleidung aus Kunstfaser gewaschen wird. Über Flüsse, Abwasser und die Luft gelangen sie ins Meer.

Meersalz entsteht, indem heutiges Meerwasser verdunstet. Was gelöst oder geschwemmt im Wasser ist, bleibt zurück – das Salz ebenso wie das, was sonst noch darin schwimmt. Genau deshalb finden Untersuchungen weltweit regelmäßig Kunststoffpartikel in Meersalzproben, quer über Marken und Herkunftsländer hinweg.

Welche Salzarten betroffen sind

SalzartHerkunftMikroplastik möglich?
Meersalz Heutiges Meerwasser Ja – trägt die Belastung des heutigen Meeres
Steinsalz Bergwerk, urzeitliche Lagerstätte In der Lagerstätte nein, aber Eintrag über Abbau und Verarbeitung möglich
Siedesalz aus Tiefensole Sole aus geschlossenen Schichten Nein – die Lagerstätte war nie mit der Umwelt verbunden

Der Unterschied liegt nicht am Hersteller, sondern an der Physik: In eine Sole, die 1.586 Meter tief zwischen undurchlässigen Schichten eingeschlossen liegt, führt kein Weg. Kunststoff gibt es seit rund hundert Jahren, die Lagerstätte ist Jahrmillionen alt und war die ganze Zeit verschlossen.

Die entscheidende Frage beim Einkauf Nicht „Ist das Salz naturbelassen?", sondern: Woher kommt das Wasser, aus dem das Salz gewonnen wurde? Aus dem heutigen Meer – oder aus einer abgeschlossenen Lagerstätte?

Woran man ein Salz ohne Mikroplastik erkennt

  • Benannte Quelle statt Region. „Aus dem Mittelmeerraum" sagt nichts. Eine konkrete Bohrung oder Lagerstätte mit Namen ist ein Beleg.
  • Siedesalz aus Tiefensole. Die Bezeichnung „Siedesalz" allein genügt nicht – entscheidend ist, ob die Sole aus der Tiefe stammt oder aus verdunstetem Oberflächenwasser.
  • Behördliche Anerkennung. Eine staatlich anerkannte Heilquelle wird analytisch überwacht. Das ist keine Marketingaussage sondern ein Verwaltungsakt.
  • Kurze Zutatenliste. Steht dort nur „Speisesiedesalz", ist nichts zugesetzt worden. Rieselhilfen wie Natriumferrocyanid müssen deklariert werden.

Und Himalayasalz?

Rosa Salz aus Pakistan stammt aus einer urzeitlichen Lagerstätte, ist insofern also nicht mit heutigem Meerwasser in Berührung gekommen. Der Abbau erfolgt allerdings bergmännisch, teils unter Einsatz von Sprengstoff, und die Wege bis ins deutsche Regal sind lang. Die rosa Färbung stammt von Eisenoxid und ist kein Qualitätsmerkmal.


Unser Weg

Fürst Pückler Salz wird aus der staatlich anerkannten Heilsole Hy Bad Muskau 1/2000 gewonnen, die 1.586 Meter tief unter Bad Muskau liegt. Die Sole wird bei niedriger Temperatur verdunstet und die Kristalle von Hand geschöpft. Zugesetzt wird nichts – kein Jod, kein Fluorid, keine Rieselhilfe.

Beliebt Fürst Pückler Salz Original, 50 g Geschenkglas mit Holzlöffel

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Handgeschöpftes Natursiedesalz aus 1.586 m Tiefe – im Geschenkglas mit Holzlöffel.

7,90 € 15,80 € / 100 g

Kein Ausweis von Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG. zzgl. Versandkosten

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Die Küchenpackung: grobes Siedesalz, naturbelassen, ohne Rieselhilfen.

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Mehr zur Geologie und zur Quelle selbst steht auf der Seite über die Heilquelle von Bad Muskau. Wie aus der Sole das Salz wird, zeigt die Seite über die Manufaktur.

Häufige Fragen

Mikroplastik im Salz

Ist in jedem Meersalz Mikroplastik?
Untersuchungen finden Kunststoffpartikel in einem großen Teil der geprüften Meersalzproben, unabhängig von Marke und Herkunftsland. Die Mengen schwanken. Eine Garantie, dass ein bestimmtes Meersalz frei davon ist, kann es systembedingt nicht geben, weil das Ausgangswasser das heutige Meer ist.
Wie gefährlich ist Mikroplastik in Lebensmitteln?
Die gesundheitlichen Folgen werden noch erforscht, abschließende Bewertungen stehen aus. Wir treffen dazu bewusst keine Aussage. Unsere Aussage beschränkt sich darauf, dass es in unserer Lagerstätte keinen Eintragsweg gibt.
Kann man Mikroplastik aus Salz herausfiltern?
Ein Teil lässt sich technisch abtrennen, sehr feine Partikel jedoch nur schwer. Der zuverlässigere Weg ist ein Ausgangswasser, in dem von vornherein kein Kunststoff ist.
Woran erkenne ich Rieselhilfen auf dem Etikett?
Sie stehen in der Zutatenliste, häufig als E 535, E 536 (Ferrocyanide) oder E 551 (Siliciumdioxid). Steht dort nichts außer Salz, ist auch nichts drin.