Muskauer Faltenbogen
Die Quelle unter
dem Welterbe
1.586 Meter unter dem Fürst-Pückler-Park liegt eine Sole, die seit Jahrmillionen keinen Kontakt zur Oberfläche hatte. Aus ihr entsteht unser Salz – und nur aus ihr.
Herkunft
Ein Name, eine Bohrung, eine Anerkennung
Unser Salz stammt nicht aus „der Region" und nicht aus „einer Quelle in Sachsen". Es stammt aus einer einzigen, benannten Bohrung: Hy Bad Muskau 1/2000.
Diese Bohrung erschließt in 1.586 Metern Tiefe eine Sole, die als Heilquelle staatlich anerkannt ist. Diese Anerkennung ist kein Werbeversprechen, sondern ein behördlicher Vorgang: Sie setzt voraus, dass Zusammensetzung und Mineralgehalt des Wassers analytisch belegt sind und dauerhaft eingehalten werden.
Damit ist die Herkunft unseres Salzes bis auf eine Adresse und eine Bohrlochnummer nachvollziehbar. Bei einem beliebigen Speisesalz aus dem Supermarktregal lässt sich das in aller Regel nicht sagen.
Geologie
Warum ausgerechnet hier
Bad Muskau liegt im Muskauer Faltenbogen, einer hufeisenförmigen Gesteinsformation von rund 40 Kilometern Länge. Sie entstand, als ein Gletscher der Elster-Eiszeit die darunterliegenden Schichten regelrecht aufschob und faltete – tertiäre Sande, Tone und Braunkohleflöze stehen hier deshalb fast senkrecht statt waagerecht.
Diese Verfaltung ist der Grund, weshalb der Untergrund hier so ungewöhnlich aufgebaut ist. Der Faltenbogen ist seit 2011 als UNESCO Global Geopark ausgewiesen. Der Fürst-Pückler-Park darüber ist seit 2004 UNESCO-Welterbe und mit 830 Hektar der größte Landschaftspark englischen Stils in Mitteleuropa – zu etwa einem Drittel auf sächsischer, zum größeren Teil auf polnischer Seite der Neiße.
Zwei UNESCO-Auszeichnungen über einer Solequelle: Das gibt es in Deutschland an keinem zweiten Ort.
Der Kern der Sache
Warum dort kein Mikroplastik ankommt
Mikroplastik gelangt über Flüsse, Abwasser und Luft in die Meere. Wer heute Meerwasser verdunstet, verdunstet auch das, was darin schwimmt – genau deshalb finden Untersuchungen in Meersalzen regelmäßig Kunststoffpartikel.
Unsere Sole hat mit dem heutigen Wasserkreislauf nichts zu tun. Sie liegt 1.586 Meter tief zwischen undurchlässigen Schichten eingeschlossen. Es existiert schlicht kein Weg, auf dem ein Kunststoffpartikel dort hätte hingelangen können – die Lagerstätte war lange verschlossen, bevor es Kunststoff überhaupt gab.
Die Zahlen
Sole, kurz gefasst
| Bohrung | Hy Bad Muskau 1/2000 |
|---|---|
| Tiefe | 1.586 Meter |
| Status | Staatlich anerkannte Heilquelle |
| Salzgehalt | Rund dreimal so hoch wie im Mittelmeer |
| Lage | Muskauer Faltenbogen, UNESCO Global Geopark |
| Darüber | Fürst-Pückler-Park, UNESCO-Welterbe seit 2004 |
| Verarbeitung | Schonende Verdunstung, Schöpfen von Hand, vor Ort in Bad Muskau |
Fürst Pückler
Der Mann, dem der Park gehörte
Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) war Gartenkünstler, Weltreisender und Schriftsteller – und er hat den Park über dieser Quelle angelegt. Er verkaufte für seine Gartenpläne am Ende sogar den Familienbesitz.
Sein Name steht heute für einen sehr eigenen Anspruch: das Beste aus einem Ort herauszuholen, ohne ihn dabei zu verbiegen. Genau so gehen wir mit der Sole um, die unter seinem Park liegt.
Neues Schloss Muskau
Herzstück des Parks, unter dem die Sole liegt.
Häufige Fragen
Zur Quelle
Was bedeutet „staatlich anerkannte Heilquelle" genau?
Ist Fürst Pückler Salz ein Heilmittel?
Wie tief ist 1.586 Meter im Vergleich?
Ist die Sole radioaktiv oder thermal belastet?
Aus dieser Quelle entsteht unser Salz
Sieben Produkte, eine Herkunft. Sehen Sie sich an, was daraus wird.